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Braunschweig ist eine Reise wert

Die Veranstaltungen des Deutschen Schwimm Verbandes richten sich in diesem Jahr alle an den Olympischen Spielen aus und deshalb gab es starke Terminverschiebungen bei den verschiedenen Meisterschaften. So trafen sich die Spezialisten der Masters  für die langen Strecken bereits Ende Februar (26. – 28.2.) in der Stadt Heinrichs des Löwen, um ihre Deutschen Meister zu ermitteln. Für die Robben machten sich Andrea Streichan, Kerstin Wulff- Hoppe (beide AK 45), Regina Dobschin (AK 55), Gunnar Splittgerber (AK 40), Sebastian Kratzenstein (AK 35) und Stefan Kamlage (AK 45) auf den Weg. Die Meisterschaften im Sportbad Heidberg begannen am Freitag mit 1500 und 800 Freistil. Hier gingen Andrea, Regina, Gunnar und Stefan an den Start. In diesem Jahr begannen die Männer, so dass Gunnar über 1500 F als erste Robben startete. Er war mit seiner Zeit zwar nicht ganz zufrieden, konnte sich aber über einen zweiten Platz freuen. Als nächstes startete Stefan über die gleiche Distanz und wurde mit einer guten Zeit Dritter in seiner Altersklasse. Den gleichen Platz erreichte auch Andrea in einer passablen Zeit. Über die 800 F der Männer starteten wiederum Gunnar und Stefan. Beide wurden Dritte, wobei Stefan sich einen langen Kampf mit seinem direkten Altersklassenkonkurrenten lieferte, den er erst  auf den letzten 100 m für sich entscheiden konnte. Bei den Frauen gingen Andrea und Regina an den Start. Regina wurde ebenfalls Dritte und Andrea konnte sich mit knappem Vorsprung sogar den zweiten Platz sichern. Anschließend konnten wir uns dann in das nahe gelegene Hotel begeben. Am Abend haben wir in der Altstadt, Dank Reginas Ortskenntnisse, die sie sich am Vortag angeeignet hatte, ein schönes und gutes Restaurant gefunden. Wir konnten den Abend gemütlich ausklingen lassen, denn von den Aktiven, die am Freitag im Wasser waren, ist am Samstag keiner gestartet.

Am Samstag hatte dann Sebastian seinen ersten großen Auftritt. Nach seiner Knieverletzung hat er sich wieder zurück gekämpft und wollte bei den langen Strecken zeigen, was in ihm steckt. Seinen Auftakt bildeten die 400 Lagen, die er in einer guten Zeit auf dem fünften Platz beendete. Anschließend machten sich alle bereits aktiv gewesenen Robben, bis auf Regina, die Knieschmerzen plagten, auf den Weg zu einem Rundgang durch die Stadt. Dabei haben wir viele schöne alte Häuser und eine ganze Reihe von Kirchen gesehen. Andrea und Sebastian bekamen sogar eine kurze Privatführung durch den Braunschweiger Dom. Dieser Stadtrundgang hat sich auf jeden Fall gelohnt. Am Abend haben wir dann auch Kerstin im Hotel getroffen und sind dann wieder in die Altstadt zum Essen gefahren. Diesen Abend haben wir früher ausklingen lassen als den Freitag, da am Sonntag noch eine ganze Reihe von Starts auf uns warteten.

Zunächst standen die 400 F auf dem Programm. In diesem Jahr wurde auch diese Strecke, wie die längeren Freistilstrecken strikt nach Meldezeiten gesetzt, so dass man nur selten die Gelegenheit hatte sich mit den Aktiven aus seiner Altersklasse zu messen. Als erster ging wieder Gunnar an den Start und wurde mit einer ordentlichen Zeit Dritter. Dann war Stefan an der Reihe. Er wurde mit einer guten Zeit Siebter. Anschließend machte sich Regina auf den Weg und konnte mit einer guten Zeit Fünfte werden. Andrea machte es in ihrem Rennen sehr spannend: Zum einen lieferte sie sich einen heißen Kampf um den Sieg in ihrem Lauf und zum anderen auch um den Sieg in ihrer Altersklasse. Ihre Konkurrentin schwamm im Lauf nach ihr und verfehle die Vorgabe um 7/100 sec., so dass Andrea den ersten Deutschen Meistertitel für die Robben in diesem Jahr erreichen konnte. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann für Gunnar weiter mit den 200 Schmetterling. Dank eines grandiosen Endspurts sicherte er sich den zweiten Platz. Auch Sebastian bewies seine Leidensfähigkeit über diese Strecke und wurde mit einer guten Zeit Vierter. Am Nachmittag hieß es dann für Gunnar an diesem Tag: „Aller guten Dinge sind drei“, und er machte sich an die 200 Rücken. Über diese Strecke zeigten sich dann die Auswirkungen seines Mammutprogramms. Er war mit  seiner  Zeit nicht zufrieden und wurde am Ende Fünfter. Anschließend startet auch Sebastian über diese Strecke und wurde nach einem taktischen Rennen, denn es stand ja noch eine Staffel an, Vierter. Vor der Abwägung Einzel gegen Staffel stand auch Kerstin bei ihrem Start über  200 R. Sie entschied sich nicht von ihrer bewährten Renneinteilung abzuweichen und schwamm die zweiten 100 m schneller als die ersten, was sich auch auszahlte: Kerstin gewann ihre Altersklasse mit über einer Sekunde Vorsprung. Nach nur 40 Minuten Pause und einigem Hin und Her wegen der Siegerehrungen – die einen wollten schnell nach Hause, die anderen wollten noch Staffel schwimmen – ging es an die 4 x 200 m Freistil Staffel Mixed. Hier gingen Stefan, Andrea, Kerstin und Sebastian in der AK 160 an den Start. Wir hatten uns gute Chancen auf den dritten Platz ausgerechnet.  Durch eine taktisch kluge Aufstellung lagen wir nach zwei Schwimmern auf eben diesem Platz. Dann hatte Kerstin ihren zweiten großen Auftritt und schwamm uns auf den zweiten Platz. Sebastian setzt dem Ganzen dann die Krone auf,  indem er den direkten Konkurrenten durch ein sehr hohes Anfangstempo überraschte und den Vorsprung vor dem Dritten ins Ziel brachte.

Die Veranstaltung war für die Robben also rundherum gelungen und auch die Halle lies nur wenige Wünsche offen. Bei der Organisation sollte der DSV noch mal überlegen, ob nicht auch die 400 F in Läufen der Altersklassen gesetzt werden können und ob es nicht sinnvoll wäre am Samstag eine Stecke mehr schwimmen zu lassen und dafür am Sonntag eher fertig zu werden.

Stefan Kamlage